Kostenrechnung

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Um ein Unternehmen langfristig erfolgreich zu führen, reichen gute Geschäftskonzepte und zufriedene, oder gar begeisterte Kunden nicht aus. Auch wenn die Produkte konkurrenzlos sind, und der Absatz keinen Grund zur Klage gibt – auf Dauer hat nur ein Unternehmen Bestand, das es schafft, mit seinen Umsätzen langfristig Gewinn zu erwirtschaften. Gewinn, bedeutet, dass die Umsätze, die das Unternehmen mit seinen Produkten erzielt, regelmäßig höher sind, als die Ausgaben, die für den Betrieb des Unternehmens aufgewendet werden müssen.

Doch wie kann dies möglichst lückenlos und kontinuierlich sichergestellt werden? Aussagekräftige Kennzahlen helfen dabei, die Unternehmenssituation richtig einzuschätzen. Wichtige Kennzahlen, die Aussagen über die finanzielle Situation innerhalb eines Unternehmens ermöglichen, lassen sich aus der Finanzbuchführung ableiten. Während die Finanzbuchführung (auch betriebliches Rechnungswesen genannt) zunächst lediglich die Aufgabe hat, alle wirtschaftlich bedeutsamen Vorgänge zeitlich und zahlenmäßig zu erfassen, werden im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung als Teilgebiet des betrieblichen Rechnungswesens betriebliche Entscheidungen vorbereitet.

Hierbei liefert die Leistungsrechnung Auskunft über den Erfolg des Unternehmens – sie befasst sich mit den Erträgen und Umsatzerlösen in einer Handelsperiode. Demgegenüber dient die Kostenrechnung dazu, den innerhalb einer Periode angefallenen Werteverzehr zu erfassen und zu analysieren. Führt man sich vor Augen, dass wirtschaftliches Handeln nur dann Sinn macht, wenn die Erträge eines Unternehmens die Kosten übersteigen, so wird deutlich, dass es sich bei der Kostenrechnung um ein unverzichtbares Steuerungsinstrument eines jeden Unternehmens handelt, mit dem im Wesentlichen zwei Aufgaben verfolgt werden.

Aufgaben der Kostenrechnung

Abschlussbetrachtung

Zusammenfassend lässt sich zur Kostenrechnung sagen, dass es sich hierbei um ein unverzichtbares Steuerungsinstrument in marktwirtschaftlich orientierten Unternehmen handelt. Das Ziel der Gewinnmaximierung kann nur erreicht werden, wenn der Prozess der Leistungserstellung nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip erfolgt. Die Kostenrechnung liefert hierfür eine der Voraussetzungen, in dem sie

Zahlenmaterial für betriebliche Dispositionen bereit stellt

eine Kostenkontrolle ermöglicht und

Daten für die Bestandsbewertung in der Handels- und Steuerbilanz liefert.

Auch wenn kein Wirtschaftsunternehmen dazu gesetzlich verpflichtet ist, eine Kosten- und Leistungsrechnung durchzuführen, hätte es doch ohne eine aussagekräftige Finanzbuchhaltung in der heutigen Zeit kaum Überlebenschancen. Der verschärfte Konkurrenzkampf und anspruchsvolle Kunden führen zu einem harten Wettbewerb auf dem Angebotsmarkt, der Betriebe aller Art dazu zwingt, sich mit einem steigenden Kostendruck tagtäglich auseinanderzusetzen und durch kluge Entscheidungen gegenzusteuern.

Dispositionen, die nur aufgrund einer sinnvollen Kostenrechnung getroffen werden können, sind:

  1. die Kalkulation des Angebotspreises
  2. die Ermittlung des optimalen Produktionsprogramms
  3. die Bestimmung des kostenminimalen Faktoreinsatzes und die Auswahl des kostenminimalen Herstellungsverfahrens

Eine fundierte Kosten- und Leistungsrechnung ist daher ein wesentlicher Baustein eines jeden Unternehmens. Eine seriöse Wirtschaftsberatung kann dem Unternehmen dabei helfen, die betriebliche Kostenrechnung auf ein solides Fundament zu stellen, um Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein.

 

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